Marie-Elisabeth Hecker Violoncello
Martin Helmchen Klavier

Ludwig van Beethoven
Variationen über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ WoO 46 

Mieczysław Weinberg
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 op. 63 

Robert Schumann
Drei Romanzen op. 94 

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sonate für Violoncello und Klavier D-Dur op. 58

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Variationen über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ aus Mozarts Zauberflöte für Violoncello und Klavier Es-Dur WoO 46 (1801)

Tema. Andante – Variationen I–VII – Coda


Mieczysław Weinberg (1919–1996)
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 op. 63 (1958–59)

I. Moderato
II. Andante
III. Allegro


Pause


Robert Schumann (1810–1856)
Drei Romanzen für Oboe und Klavier op. 94 (1849)
Bearbeitung für Violoncello und Klavier

Nr. 1 a-moll. Nicht schnell
Nr. 2 A-Dur. Einfach, innig
Nr. 3 a-moll. Nicht schnell


Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Sonate für Violoncello und Klavier D-Dur op. 58 (1843)

I. Allegro assai vivace
II. Allegretto scherzando
III. Adagio –
IV. Molto allegro e vivace

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Variationen über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ aus Mozarts Zauberflöte für Violoncello und Klavier Es-Dur WoO 46 (1801)

Tema. Andante – Variationen I–VII – Coda


Mieczysław Weinberg (1919–1996)
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 op. 63 (1958–59)

I. Moderato
II. Andante
III. Allegro


Pause


Robert Schumann (1810–1856)
Drei Romanzen für Oboe und Klavier op. 94 (1849)
Bearbeitung für Violoncello und Klavier

Nr. 1 a-moll. Nicht schnell
Nr. 2 A-Dur. Einfach, innig
Nr. 3 a-moll. Nicht schnell


Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Sonate für Violoncello und Klavier D-Dur op. 58 (1843)

I. Allegro assai vivace
II. Allegretto scherzando
III. Adagio –
IV. Molto allegro e vivace


Robert Schumann (Daguerreotypie, 1850)

Mit Werken von Beethoven, Mendelssohn und Schumann präsentieren Marie-Elisabeth Hecker und Martin Helmchen einen Querschnitt druch das Repertoire für Violoncello und Klavier im 19. Jahrhundert.

Essay von Benedikt von Bernstorff

Wir bedauern, dass es aufgrund einer kurzfristigen Programmänderung leider nicht mehr möglich war, die Cellosonate von Mieczysław Weinberg in diesem Einführungstext zu berücksichtigen.

Zwiegespräche
Werke für Violoncello und Klavier

Benedikt von Bernstorff


[Wir bedauern, dass es aufgrund einer kurzfristigen Programmänderung leider nicht mehr möglich war, die Cellosonate von Mieczysław Weinberg in diesem Einführungstext zu berücksichtigen.]

Die nachträgliche Ernennung Ludwig van Beethovens zum jüngsten Wiener Klassiker neben Haydn und Mozart ist mindestens insofern gerechtfertigt, als er direkt an die beiden älteren Komponisten anknüpfte und seine Meisterschaft besonders in den von diesen etablierten instrumentalen Gattungen der Symphonie, des Solokonzerts, des Streichquartetts und der Klaviersonate entfaltete. Duowerke für Tasteninstrument und Violoncello hatten dagegen weder Haydn noch Mozart hinterlassen. So beginnt die Geschichte dieses Genres mit Beethoven. Das Interesse des Komponisten am tiefen Streichinstrument, das er selbst nicht beherrschte, geht wesentlich auf eine seiner ganz wenigen Konzertreisen zurück. 1796 erhielt der junge Beethoven eine Einladung von Friedrich Wilhelm II. Der preußische König war leidenschaftlicher Amateurcellist und hatte mit den Brüdern Jean-Louis und Jean-Pierre Duport zwei der bedeutendsten zeitgenössischen Virtuosen des Instruments an seinen Hof engagiert. Hier stellte Beethoven die ersten beiden seiner insgesamt fünf Cellosonaten vor. Die Werkgruppe wird komplettiert durch drei Variationszyklen, die der Komponist allerdings nicht in sein Werkverzeichnis aufnahm. Zwei von ihnen basieren auf Melodien aus Mozarts Oper Die Zauberflöte.

Zeitgenossen berichten, Beethoven habe die Libretti der drei da Ponte-Opern Mozarts, in denen es hauptsächlich um Liebesgeschichten im aristokratischen Milieu geht, als frivol empfunden. Die Zauberflöte, die er im Wiener Hoftheater vermutlich mehrmals gehört hatte, bewunderte er dagegen sehr. Das Thema der um 1801 entstandenen Variationen über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ entstammt dem Duett zwischen Pamina und Papageno im ersten Akt der Oper und eignet sich durch seine schlichte Dreiklangsmelodik, die Mozart selbst schon durch Verzierungen variierte, ideal für die Kompositionsmethoden Beethovens.

Die erste Variation ist in strenger, durch Oktaven des Klaviers klanglich aufgewerteter Zweistimmigkeit gehalten. Während sich in der zweiten Variation die Notenwerte beschleunigen, zeigt die dritte einen zauberhaft grazilen Charakter. Es folgt eine Moll-Variation, die die Handlungssituation der Oper auf besonders poetische Weise reflektiert: Zum einen, weil zunächst das Klavier in der hohen Lage den Sopran Paminas und das Cello in der tiefen den Bass Papagenos nachzuahmen scheint; zum anderen, weil beide die Melodie zwar im Duett, aber in Abwesenheit der ersehnten Person – Tamino bzw. Papagena – anstimmen. Nach dem großen lyrischen Gesang der vorletzten Variation leitet die tänzerische letzte zu einem beschwingten Schlussabschnitt über, an dessen Ende das Kopfmotiv des Themas noch einmal als Seufzer erklingt.

Erinnern und Rückschau

Es ist kein Gerücht, sondern eine Information aus zuverlässiger Quelle: Johannes Brahms berichtet in einem Brief, Clara Schumann habe fünf späte Cello-Romanzen ihres Ehemanns knapp 40 Jahre nach dessen Tod verbrannt. Offenbar fürchtete sie, die Musik könnte Spuren von Roberts geistiger Zerrüttung zeigen und den Ruf des Komponisten beschädigen. Im Andenken an diese für immer verlorenen Werke schrieb der leidenschaftliche Schumannianer Heinz Holliger im Jahr 2003 das Stück Romancendres als eine Art „Aschenmusik“ (von französisch „cendre“).

So sind die Fünf Stücke im Volkston op. 102 das einzige originale Werk für Violoncello und Klavier, das von Schumann überliefert ist. Sie entstanden im besonders produktiven Jahr 1849 und in unmittelbarer Nähe zu drei Duokompositionen, in denen sich Horn, Klarinette und Oboe zum Klavier gesellen. Die ersten Ausgaben dieser Werke enthielten bereits alternative Versionen für Streichinstrumente, und inzwischen sind sie alle auch ins Cellorepertoire eingegangen. Näher als mit der Cellofassung der ursprünglich für Oboe geschriebenen Romanzen op. 94 kann man den verlorenen Spätwerken Schumanns vielleicht nicht kommen.

Die äußerlich schlicht gehaltenen drei Sätze stehen in der sogenannten Liedform, in der zwei einander entsprechende Außenteile einen – in diesem Fall nicht allzu stark – kontrastierenden Mittelabschnitt umrahmen. Als Lieder präsentieren sich die Romanzen in einer vom Vokalen deutlich abstrahierten Weise. Da die verwendeten großen Intervalle der menschlichen Stimme Probleme bereiten würden, verwirklichen diese Stücke eine spezifisch instrumentale Form des Singens. Die erste Romanze, deren Beginn subtil zwischen Einleitungscharakter und Themenvorstellung changiert, ist von einem ausdrucksvollen Aufschwung in die höhere Oktave durchzogen. Im zweiten Stück bindet Schumann eine Dezime (einen Sprung über zehn Töne also) wunderbar organisch in den unablässig strömenden Gesang ein. Durch die Verschiebung eines Achtelmotivs von der zweiten in die erste Takthälfte und eine integrierte Echopassage ist die unvergessliche Melodie außerordentlich kunstvoll gestaltet. Dem vorwärts und in die Höhe drängenden Mittelteil fällt das erste Thema mit seiner Wiederkehr sanft ins Wort. Der Schlussabschnitt, der dem zuvor Gehörten nachzusinnen scheint, zeigt Schumann als den Komponisten, der, in den Worten Theodor W. Adornos, „musikalisch den Gestus des sich Erinnerns, nach rückwärts Schauens und Hörens entdeckte.“ Durch harmonisch offene Wendungen und wie aus der Ferne herüberklingende Fanfarenmotive ist die letzte Romanze von einem poetischen, balladenhaften Tonfall geprägt.

„…und bringe Dir Deine Cello-Sonate mit“

Alle vier Kinder des Berliner Bankiers Abraham Mendelssohn Bartholdy waren musikalisch außerordentlich begabt. Den Weg des Berufsmusikers schlug schließlich nur Felix ein, doch die ältere Schwester Fanny, eine hervorragende Komponistin und Pianistin, stand ihm an Talent kaum nach. Rebecka, die jüngere, war für ihre schöne Sopranstimme bekannt, und der jüngste Sohn Paul, der nach seiner Ausbildung ins familiäre Bankgeschäft einstieg, spielte ausgezeichnet Cello. Felix Mendelssohns wenige, aber besonders gelungene Werke für Cello und Klavier stehen einerseits in der Tradition Beethovens, hängen andererseits aber entstehungsgeschichtlich eng mit dem Bruder zusammen.

„Am nächsten Donnerstag […] komme ich so Gott will nach Berlin und bringe Dir Deine Cello-Sonate […] mit“, schrieb Felix im Mai 1843 an Paul. Gemeint ist das heute Abend aufgeführte D-Dur Werk op. 58, das der Komponist dann allerdings doch nicht seinem Bruder, sondern dem russischen Mäzen und Cellisten Mateusz Graf von Wielhorski zueignete (der auch Widmungsträger von Schumanns Klavierquartett ist).

Der erste Satz der Sonate ist ein Virtuosenstück, das mit den beiden eng miteinander verwandten Hauptthemen einen fast zum Hastigen neigenden Enthusiasmus zeigt und in seinen wenigen ruhigen Momenten Atem für den nächsten jubelnden Aufschwung zu schöpfen scheint. Das folgende Allegretto löst die aus Scherzosätzen bekannte dreiteilige Struktur in einen freien Wechsel zwischen A- und B-Abschnitt auf, die sich im Verlauf des Stücks immer stärker verkürzen. Dem von geheimnisvoll gezupften Tönen des Cellos bestimmten ersten steht dabei ein schwärmerisch-kantabler zweiter Teil gegenüber. Der bewegende langsame Satz gehört zum Ungewöhnlichsten, was Mendelssohn geschrieben hat: Einem vom Klavier in prächtig arpeggierten Akkorden vorgestellten Choral antwortet das Cello im Stil eines expressiven Rezitativs, bevor beide Themen gleichzeitig erklingen. In den letzten Takten nimmt das Klavier den Gestus des Streichinstruments auf. Aus der Musikwissenschaft ist die nicht belegbare, aber interessante These bekannt, der Komponist inszeniere im Gegen- und Miteinander von Choral und rhapsodischem Sprechgesang einen Dialog zwischen der angenommenen christlichen Religion und dem jüdischen Glauben seiner Vorfahren. Das abschließende Rondo greift den rasanten Charakter des ersten Satzes auf. Beide Instrumente scheinen sich hier gegenseitig an Virtuosität überbieten zu wollen. Vielleicht erinnerte sich Mendelssohn im Finale dieser in seinen letzten Lebensjahren entstandenen Sonate an die Jugendzeit, als sein Bruder und er sich beim gemeinsamen Musizieren gegenseitig herausforderten.


Benedikt von Bernstorff ist studierter Musik- und Literaturwissenschaftler und lebt als freier Autor und Dramaturg in Berlin.

Zwiegespräche
Werke für Violoncello und Klavier

Benedikt von Bernstorff


[Wir bedauern, dass es aufgrund einer kurzfristigen Programmänderung leider nicht mehr möglich war, die Cellosonate von Mieczysław Weinberg in diesem Einführungstext zu berücksichtigen.]

Die nachträgliche Ernennung Ludwig van Beethovens zum jüngsten Wiener Klassiker neben Haydn und Mozart ist mindestens insofern gerechtfertigt, als er direkt an die beiden älteren Komponisten anknüpfte und seine Meisterschaft besonders in den von diesen etablierten instrumentalen Gattungen der Symphonie, des Solokonzerts, des Streichquartetts und der Klaviersonate entfaltete. Duowerke für Tasteninstrument und Violoncello hatten dagegen weder Haydn noch Mozart hinterlassen. So beginnt die Geschichte dieses Genres mit Beethoven. Das Interesse des Komponisten am tiefen Streichinstrument, das er selbst nicht beherrschte, geht wesentlich auf eine seiner ganz wenigen Konzertreisen zurück. 1796 erhielt der junge Beethoven eine Einladung von Friedrich Wilhelm II. Der preußische König war leidenschaftlicher Amateurcellist und hatte mit den Brüdern Jean-Louis und Jean-Pierre Duport zwei der bedeutendsten zeitgenössischen Virtuosen des Instruments an seinen Hof engagiert. Hier stellte Beethoven die ersten beiden seiner insgesamt fünf Cellosonaten vor. Die Werkgruppe wird komplettiert durch drei Variationszyklen, die der Komponist allerdings nicht in sein Werkverzeichnis aufnahm. Zwei von ihnen basieren auf Melodien aus Mozarts Oper Die Zauberflöte.

Zeitgenossen berichten, Beethoven habe die Libretti der drei da Ponte-Opern Mozarts, in denen es hauptsächlich um Liebesgeschichten im aristokratischen Milieu geht, als frivol empfunden. Die Zauberflöte, die er im Wiener Hoftheater vermutlich mehrmals gehört hatte, bewunderte er dagegen sehr. Das Thema der um 1801 entstandenen Variationen über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ entstammt dem Duett zwischen Pamina und Papageno im ersten Akt der Oper und eignet sich durch seine schlichte Dreiklangsmelodik, die Mozart selbst schon durch Verzierungen variierte, ideal für die Kompositionsmethoden Beethovens.

Die erste Variation ist in strenger, durch Oktaven des Klaviers klanglich aufgewerteter Zweistimmigkeit gehalten. Während sich in der zweiten Variation die Notenwerte beschleunigen, zeigt die dritte einen zauberhaft grazilen Charakter. Es folgt eine Moll-Variation, die die Handlungssituation der Oper auf besonders poetische Weise reflektiert: Zum einen, weil zunächst das Klavier in der hohen Lage den Sopran Paminas und das Cello in der tiefen den Bass Papagenos nachzuahmen scheint; zum anderen, weil beide die Melodie zwar im Duett, aber in Abwesenheit der ersehnten Person – Tamino bzw. Papagena – anstimmen. Nach dem großen lyrischen Gesang der vorletzten Variation leitet die tänzerische letzte zu einem beschwingten Schlussabschnitt über, an dessen Ende das Kopfmotiv des Themas noch einmal als Seufzer erklingt.

Erinnern und Rückschau

Es ist kein Gerücht, sondern eine Information aus zuverlässiger Quelle: Johannes Brahms berichtet in einem Brief, Clara Schumann habe fünf späte Cello-Romanzen ihres Ehemanns knapp 40 Jahre nach dessen Tod verbrannt. Offenbar fürchtete sie, die Musik könnte Spuren von Roberts geistiger Zerrüttung zeigen und den Ruf des Komponisten beschädigen. Im Andenken an diese für immer verlorenen Werke schrieb der leidenschaftliche Schumannianer Heinz Holliger im Jahr 2003 das Stück Romancendres als eine Art „Aschenmusik“ (von französisch „cendre“).

So sind die Fünf Stücke im Volkston op. 102 das einzige originale Werk für Violoncello und Klavier, das von Schumann überliefert ist. Sie entstanden im besonders produktiven Jahr 1849 und in unmittelbarer Nähe zu drei Duokompositionen, in denen sich Horn, Klarinette und Oboe zum Klavier gesellen. Die ersten Ausgaben dieser Werke enthielten bereits alternative Versionen für Streichinstrumente, und inzwischen sind sie alle auch ins Cellorepertoire eingegangen. Näher als mit der Cellofassung der ursprünglich für Oboe geschriebenen Romanzen op. 94 kann man den verlorenen Spätwerken Schumanns vielleicht nicht kommen.

Die äußerlich schlicht gehaltenen drei Sätze stehen in der sogenannten Liedform, in der zwei einander entsprechende Außenteile einen – in diesem Fall nicht allzu stark – kontrastierenden Mittelabschnitt umrahmen. Als Lieder präsentieren sich die Romanzen in einer vom Vokalen deutlich abstrahierten Weise. Da die verwendeten großen Intervalle der menschlichen Stimme Probleme bereiten würden, verwirklichen diese Stücke eine spezifisch instrumentale Form des Singens. Die erste Romanze, deren Beginn subtil zwischen Einleitungscharakter und Themenvorstellung changiert, ist von einem ausdrucksvollen Aufschwung in die höhere Oktave durchzogen. Im zweiten Stück bindet Schumann eine Dezime (einen Sprung über zehn Töne also) wunderbar organisch in den unablässig strömenden Gesang ein. Durch die Verschiebung eines Achtelmotivs von der zweiten in die erste Takthälfte und eine integrierte Echopassage ist die unvergessliche Melodie außerordentlich kunstvoll gestaltet. Dem vorwärts und in die Höhe drängenden Mittelteil fällt das erste Thema mit seiner Wiederkehr sanft ins Wort. Der Schlussabschnitt, der dem zuvor Gehörten nachzusinnen scheint, zeigt Schumann als den Komponisten, der, in den Worten Theodor W. Adornos, „musikalisch den Gestus des sich Erinnerns, nach rückwärts Schauens und Hörens entdeckte.“ Durch harmonisch offene Wendungen und wie aus der Ferne herüberklingende Fanfarenmotive ist die letzte Romanze von einem poetischen, balladenhaften Tonfall geprägt.

„…und bringe Dir Deine Cello-Sonate mit“

Alle vier Kinder des Berliner Bankiers Abraham Mendelssohn Bartholdy waren musikalisch außerordentlich begabt. Den Weg des Berufsmusikers schlug schließlich nur Felix ein, doch die ältere Schwester Fanny, eine hervorragende Komponistin und Pianistin, stand ihm an Talent kaum nach. Rebecka, die jüngere, war für ihre schöne Sopranstimme bekannt, und der jüngste Sohn Paul, der nach seiner Ausbildung ins familiäre Bankgeschäft einstieg, spielte ausgezeichnet Cello. Felix Mendelssohns wenige, aber besonders gelungene Werke für Cello und Klavier stehen einerseits in der Tradition Beethovens, hängen andererseits aber entstehungsgeschichtlich eng mit dem Bruder zusammen.

„Am nächsten Donnerstag […] komme ich so Gott will nach Berlin und bringe Dir Deine Cello-Sonate […] mit“, schrieb Felix im Mai 1843 an Paul. Gemeint ist das heute Abend aufgeführte D-Dur Werk op. 58, das der Komponist dann allerdings doch nicht seinem Bruder, sondern dem russischen Mäzen und Cellisten Mateusz Graf von Wielhorski zueignete (der auch Widmungsträger von Schumanns Klavierquartett ist).

Der erste Satz der Sonate ist ein Virtuosenstück, das mit den beiden eng miteinander verwandten Hauptthemen einen fast zum Hastigen neigenden Enthusiasmus zeigt und in seinen wenigen ruhigen Momenten Atem für den nächsten jubelnden Aufschwung zu schöpfen scheint. Das folgende Allegretto löst die aus Scherzosätzen bekannte dreiteilige Struktur in einen freien Wechsel zwischen A- und B-Abschnitt auf, die sich im Verlauf des Stücks immer stärker verkürzen. Dem von geheimnisvoll gezupften Tönen des Cellos bestimmten ersten steht dabei ein schwärmerisch-kantabler zweiter Teil gegenüber. Der bewegende langsame Satz gehört zum Ungewöhnlichsten, was Mendelssohn geschrieben hat: Einem vom Klavier in prächtig arpeggierten Akkorden vorgestellten Choral antwortet das Cello im Stil eines expressiven Rezitativs, bevor beide Themen gleichzeitig erklingen. In den letzten Takten nimmt das Klavier den Gestus des Streichinstruments auf. Aus der Musikwissenschaft ist die nicht belegbare, aber interessante These bekannt, der Komponist inszeniere im Gegen- und Miteinander von Choral und rhapsodischem Sprechgesang einen Dialog zwischen der angenommenen christlichen Religion und dem jüdischen Glauben seiner Vorfahren. Das abschließende Rondo greift den rasanten Charakter des ersten Satzes auf. Beide Instrumente scheinen sich hier gegenseitig an Virtuosität überbieten zu wollen. Vielleicht erinnerte sich Mendelssohn im Finale dieser in seinen letzten Lebensjahren entstandenen Sonate an die Jugendzeit, als sein Bruder und er sich beim gemeinsamen Musizieren gegenseitig herausforderten.


Benedikt von Bernstorff ist studierter Musik- und Literaturwissenschaftler und lebt als freier Autor und Dramaturg in Berlin.

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Felix Mendelssohn Bartholdy, Stich von Joseph Caspar nach einem verschollenen Gemälde von Wilhelm Hensel (1847)

The cello was still something of a novelty as a solo instrument when the young Ludwig van Beethoven wrote the set of variations that opens tonight’s program. His five cello sonatas later laid the groundwork for a burgeoning repertoire of works throughout the 19th and into the 20th century.

Essay by Harry Haskell

We regret that, due to a last-minute program change, is has not been possible to include Mieczysław Weinberg’s Cello Sonata in this program note.

The Classical and the Romantic
Music for Cello and Piano

Harry Haskell


[We regret that, due to a last-minute program change, is has not been possible to include Mieczysław Weinberg’s Cello Sonata in this program note.]

The cello was still something of a novelty as a solo instrument in 1801, when Ludwig van Beethoven wrote the beguiling set of variations on a Mozart aria that opens tonight’s program. The ambitious young composer was keenly aware that he stood on the shoulders of the Austrian master, who had died a decade earlier. Mozart’s contribution to the solo cello repertoire was negligible—he wrote only a few bars of a concerto and an Andantino before apparently losing interest—but by the 1840s the instrument’s capabilities were well established. Beethoven’s five pathbreaking cello sonatas laid the groundwork for a burgeoning repertoire of solos by Mendelssohn, Schumann, and other 19th-century composers.

Variations on a Theme

Throughout his life, Beethoven amused himself—and supplemented his income—by composing variations on popular tunes of the day, from patriotic tub-thumpers like Rule Britannia to operatic arias by Mozart and Salieri and an unpretentious waltz by Anton Diabelli. In 1796, the 26-year-old composer embarked on a concert tour to Prague and Berlin, where he presented his first two cello sonatas as a calling card to the cello-playing Prussian monarch, Friedrich Wilhelm II. It was in the German capital that he met the eminent French cellist Jean-Louis Duport, for whom he composed the two Op. 5 Sonatas, as well as a charming set of variations on Handel’s “See the Conqu’ring Hero Comes” from Judas Maccabeus. The latter’s commercial success inspired Beethoven (or his publisher) to follow up with two more works based on well-known operatic themes, this time from Mozart’s Magic Flute.

Beethoven freely acknowledged the debt he owed to his predecessor—his first teacher in Bonn famously predicted that he would grow up to be “a second Wolfgang Amadeus Mozart”—and the two composers may even have crossed paths when Beethoven visited Vienna in 1787. “Bei Männern, welche Liebe fühlen” (Men who feel the call of love), the paean to marriage that Pamina and Papageno sing in Act I of Mozart’s singspiel, is disarmingly melodious and straightforward in its phrase structure, both qualities that lend themselves to variation making. In first stating the genial E flat–major theme, Beethoven subtly mimics the singers’ voices by contrasting the cello’s baritonal and treble registers. The ensuing seven variations range in mood from sassily spirited to warmly sentimental. A poignant excursion to the minor mode in the central variation is echoed in the dramatic introduction to the coda, where Beethoven literally turns Mozart’s unpretentious tune on its head.

Character Pieces

Robert Schumann wrote his Three Romances Op. 94 in late 1849 (he meticulously recorded their dates of composition as December 7, 11, and 12) and presented the manuscript to his wife Clara for Christmas. A renowned pianist, she enlisted a violinist to play the oboe part and gave a private reading for family and friends at their house in Dresden on December 27. Not until January 24, 1863—long after Robert’s death—were the Romances first performed in public, at the Leipzig Gewandhaus by oboist Emilius Lund and pianist Carl Reinecke. Although Schumann designated the work for oboe and piano, he was not finicky about the choice of melody instrument: he published alternate versions for violin and clarinet, and the score has also been taken up by cellists, horn players, and others.

Whatever instrumentation is used, Schumann’s three short character pieces are bountifully lyrical and deceptively simple in design. The cascading melody of the first Romance wells up from the piano’s opening octave As; wide leaps punctuate the chains of closely spaced notes in the melody part, whose turbulence subsides into a shimmering A-minor pool after a brief, cadenza-like flourish. The second piece, based on a curling motif of four eighth notes, begins and ends placidly, with a more agitated midsection and a delicate coda. Schumann uses the same rounded ABA form in the third Romance, which has a more rhapsodic and slightly mysterious character.

A Sonata for the Nobility 

Even by Felix Mendelssohn’s usual standards of hyperactivity, the early 1840s were a phenomenally busy time. Although only in his mid-30s, he was one of the most eminent and widely admired musicians in Europe. The demand for his services, as composer, pianist, conductor, and administrator, was unrelenting. In addition to his regular duties as music director of Leipzig’s Gewandhaus—which involved organizing 20 subscription programs a year during the winter season, as well as a series of chamber concerts—he commuted to Berlin, where King Friedrich Wilhelm IV had appointed him general music director to the Prussian court, with special responsibility for the performance of sacred music. Moreover, the conservatory that he helped start in Leipzig (along with Schumann) opened its doors in early 1843, and many of his days were taken up by composition and instrumental students. It was chiefly during the summer months that he found time to work on scores like the “Scottish” Symphony, the incidental music for A Midsummer Night’s Dream, and the E-minor Violin Concerto.

The fact that his brother Paul was an amateur cellist goes some way toward explaining Mendelssohn’s special feeling for the instrument. Paul must have achieved a considerable level of proficiency, judging from the musically and technically challenging cello parts of the Variations concertantes of 1829 and the Cello Sonata No. 1 in B-flat major of 1838, both of which were written for him. The D-major Sonata, on the other hand, was dedicated to a cello-playing member of the Polish-Russian nobility, Count Mateusz Wielhorski, a prominent patron of the arts in St. Petersburg. Mendelssohn probably finished the score in the summer of 1843 and gave the first public performance in Leipzig on November 18, shortly before he and his family decamped for Berlin.

The exuberant D-major melody that opens the Allegro assai vivace sets the tone for much of the Sonata. In short order Mendelssohn introduces a second subject in dominant A major, and although the music ventures into darker territory, its confident stride never falters. The Allegro scherzando features two themes of strikingly different characters—a bouncy, scherzo-like tune (played pizzicato by the cello) and a sweetly flowing cantabile melody. The somberly introspective Adagio plays on a similar contrast, this time between slow, measured, chorale-like chords in the piano and the cello’s flexible, animated recitative. The final Molto allegro e vivace revives the good-humored spirit of the first movement, with an abundance of memorable themes, billowing cascades of 16th notes, and irresistible momentum.


Harry Haskell is a program annotator for Carnegie Hall in New York, Shriver Hall in Baltimore, and other venues, and the author of four books, including The Early Music Revival: A History, whose French edition was awarded the Prix des Muses in musicology by the Fondation Singer-Polignac.


The Classical and the Romantic
Music for Cello and Piano

Harry Haskell


[We regret that, due to a last-minute program change, is has not been possible to include Mieczysław Weinberg’s Cello Sonata in this program note.]

The cello was still something of a novelty as a solo instrument in 1801, when Ludwig van Beethoven wrote the beguiling set of variations on a Mozart aria that opens tonight’s program. The ambitious young composer was keenly aware that he stood on the shoulders of the Austrian master, who had died a decade earlier. Mozart’s contribution to the solo cello repertoire was negligible—he wrote only a few bars of a concerto and an Andantino before apparently losing interest—but by the 1840s the instrument’s capabilities were well established. Beethoven’s five pathbreaking cello sonatas laid the groundwork for a burgeoning repertoire of solos by Mendelssohn, Schumann, and other 19th-century composers.

Variations on a Theme

Throughout his life, Beethoven amused himself—and supplemented his income—by composing variations on popular tunes of the day, from patriotic tub-thumpers like Rule Britannia to operatic arias by Mozart and Salieri and an unpretentious waltz by Anton Diabelli. In 1796, the 26-year-old composer embarked on a concert tour to Prague and Berlin, where he presented his first two cello sonatas as a calling card to the cello-playing Prussian monarch, Friedrich Wilhelm II. It was in the German capital that he met the eminent French cellist Jean-Louis Duport, for whom he composed the two Op. 5 Sonatas, as well as a charming set of variations on Handel’s “See the Conqu’ring Hero Comes” from Judas Maccabeus. The latter’s commercial success inspired Beethoven (or his publisher) to follow up with two more works based on well-known operatic themes, this time from Mozart’s Magic Flute.

Beethoven freely acknowledged the debt he owed to his predecessor—his first teacher in Bonn famously predicted that he would grow up to be “a second Wolfgang Amadeus Mozart”—and the two composers may even have crossed paths when Beethoven visited Vienna in 1787. “Bei Männern, welche Liebe fühlen” (Men who feel the call of love), the paean to marriage that Pamina and Papageno sing in Act I of Mozart’s singspiel, is disarmingly melodious and straightforward in its phrase structure, both qualities that lend themselves to variation making. In first stating the genial E flat–major theme, Beethoven subtly mimics the singers’ voices by contrasting the cello’s baritonal and treble registers. The ensuing seven variations range in mood from sassily spirited to warmly sentimental. A poignant excursion to the minor mode in the central variation is echoed in the dramatic introduction to the coda, where Beethoven literally turns Mozart’s unpretentious tune on its head.

Character Pieces

Robert Schumann wrote his Three Romances Op. 94 in late 1849 (he meticulously recorded their dates of composition as December 7, 11, and 12) and presented the manuscript to his wife Clara for Christmas. A renowned pianist, she enlisted a violinist to play the oboe part and gave a private reading for family and friends at their house in Dresden on December 27. Not until January 24, 1863—long after Robert’s death—were the Romances first performed in public, at the Leipzig Gewandhaus by oboist Emilius Lund and pianist Carl Reinecke. Although Schumann designated the work for oboe and piano, he was not finicky about the choice of melody instrument: he published alternate versions for violin and clarinet, and the score has also been taken up by cellists, horn players, and others.

Whatever instrumentation is used, Schumann’s three short character pieces are bountifully lyrical and deceptively simple in design. The cascading melody of the first Romance wells up from the piano’s opening octave As; wide leaps punctuate the chains of closely spaced notes in the melody part, whose turbulence subsides into a shimmering A-minor pool after a brief, cadenza-like flourish. The second piece, based on a curling motif of four eighth notes, begins and ends placidly, with a more agitated midsection and a delicate coda. Schumann uses the same rounded ABA form in the third Romance, which has a more rhapsodic and slightly mysterious character.

A Sonata for the Nobility 

Even by Felix Mendelssohn’s usual standards of hyperactivity, the early 1840s were a phenomenally busy time. Although only in his mid-30s, he was one of the most eminent and widely admired musicians in Europe. The demand for his services, as composer, pianist, conductor, and administrator, was unrelenting. In addition to his regular duties as music director of Leipzig’s Gewandhaus—which involved organizing 20 subscription programs a year during the winter season, as well as a series of chamber concerts—he commuted to Berlin, where King Friedrich Wilhelm IV had appointed him general music director to the Prussian court, with special responsibility for the performance of sacred music. Moreover, the conservatory that he helped start in Leipzig (along with Schumann) opened its doors in early 1843, and many of his days were taken up by composition and instrumental students. It was chiefly during the summer months that he found time to work on scores like the “Scottish” Symphony, the incidental music for A Midsummer Night’s Dream, and the E-minor Violin Concerto.

The fact that his brother Paul was an amateur cellist goes some way toward explaining Mendelssohn’s special feeling for the instrument. Paul must have achieved a considerable level of proficiency, judging from the musically and technically challenging cello parts of the Variations concertantes of 1829 and the Cello Sonata No. 1 in B-flat major of 1838, both of which were written for him. The D-major Sonata, on the other hand, was dedicated to a cello-playing member of the Polish-Russian nobility, Count Mateusz Wielhorski, a prominent patron of the arts in St. Petersburg. Mendelssohn probably finished the score in the summer of 1843 and gave the first public performance in Leipzig on November 18, shortly before he and his family decamped for Berlin.

The exuberant D-major melody that opens the Allegro assai vivace sets the tone for much of the Sonata. In short order Mendelssohn introduces a second subject in dominant A major, and although the music ventures into darker territory, its confident stride never falters. The Allegro scherzando features two themes of strikingly different characters—a bouncy, scherzo-like tune (played pizzicato by the cello) and a sweetly flowing cantabile melody. The somberly introspective Adagio plays on a similar contrast, this time between slow, measured, chorale-like chords in the piano and the cello’s flexible, animated recitative. The final Molto allegro e vivace revives the good-humored spirit of the first movement, with an abundance of memorable themes, billowing cascades of 16th notes, and irresistible momentum.


Harry Haskell is a program annotator for Carnegie Hall in New York, Shriver Hall in Baltimore, and other venues, and the author of four books, including The Early Music Revival: A History, whose French edition was awarded the Prix des Muses in musicology by the Fondation Singer-Polignac.


Die Künstler:innen


Marie-Elisabeth Hecker
Violoncello

Seit ihrem Gewinn des ersten Preises beim Pariser Rostropowitsch-Wettbewerb 2005 zählt Marie-Elisabeth Hecker zu den international gefragtesten Cellist:innen ihrer Generation. Als Solistin gastierte sie u.a. beim BBC Symphony Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Orchestre national de France, bei der Staatskapelle Berlin und den Wiener Symphonikern und arbeitete dabei mit Daniel Barenboim, Valery Gergiev, Christian Thielemann und Daniel Harding zusammen. Kammermusikkonzerte an der Seite von Antje Weithaas, Christian Tetzlaff, Carolin Widmann, Isabelle Faust und ihrem Ehemann Martin Helmchen führten sie ins Concertgebouw Amsterdam, in die Berliner Philharmonie, die Elbphilharmonie Hamburg, das Teatro Colón Buenos Aires und die Wigmore Hall in London. Gemeinsam mit Martin Helmchen brachte sie 2022 beim Klavier-Festival Ruhr ein neues Doppelkonzert für Violoncello und Klavier von York Höller zur Uraufführung. Marie-Elisabeth Hecker besuchte das Robert-Schumann-Konservatorium ihrer Heimatstadt Zwickau und studierte später bei Peter Bruns, Heinrich Schiff und Frans Helmerson.

Oktober 2026


Martin Helmchen
Klavier

De 1982 geborene Martin Helmchen studierte zunächst bei Galina Iwanzowa in Berlin, dann bei Arie Vardi an der Musikhochschule Hannover. Wichtige Mentoren waren außerdem William Grant Naboré und Alfred Brendel. 2001 gewann er den Concours Clara Haskil, 2006 folgte der Credit Suisse Young Artist Award. Heute tritt er als Solist mit Orchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Concertgebouworchester, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Staatskapelle Dresden, dem New York Philharmonic und dem Orchestre de Paris auf und arbeitet mit Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Vladimir Jurowski, Klaus Mäkelä, Paavo Järvi, Andris Nelsons, Alan Gilbert und vielen anderen zusammen. Zu seinen regelmäßigen Kammermusikpartnern zählen neben seiner Ehefrau Marie-Elisabeth Hecker, mit der er das Internationale Kammermusikfestival Fliessen gründete und leitet, auch Frank Peter Zimmermann, Julian Prégardien, Augustin Hadelich und Antje Weithaas. Für seine Einspielungen wurde Martin Helmchen u.a. mit dem Gramophone Classical Music Award und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Zuletzt erschien ein Album mit Cellosonaten von Schostakowitsch, Weinberg, Rachmaninow und anderen russischen Komponisten, die er gemeinsam mit Marie-Elisabeth Hecker aufnahm. Seit 2010 ist Martin Helmchen Associate Professor für Kammermusik an der Kronberg Academy.

Oktober 2026

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