Hisham Errish Oud und Komposition
Majed Al-Dahmani Bass
Shokri Jomaa Khalifa Khazam Klavier und Keyboard
Mohamed Al-Ghazal Schlaginstrumente
Programm
When the Desert Sings (Touareg)
One Song of Libya
Alkaska Dance
Dammet Gasha
Infatuation (Loving Benghazi)
Libyan Panorama
Nights of Cyrenaica
Barefoot (Dancing on Blazing Coal)
Alhambra
Pause
Memory
Asmariya
Nawa
Warda (Libyan Lullabies)
Generalife (A Garden in Andalusia)
Ojla, the Oasis of the South
Taghriba (A Journey of Exile)
Falah (Ahmed Fakroun)
Alam wa Amal (Pain and Hope)
Alle Kompositionen von Hisham Errish
When the Desert Sings (Touareg)
Ein Inbegriff der Touareg-Kunst, verwurzelt in afrikanischen Musiktraditionen und den Ursprüngen des Blues
One Song of Libya
Ein Stück über die Schönheit Libyens basierend auf dem Maqam Ajam, der der europäischen Dur-Tonleiter entspricht und in Libyen auch Maqsum genannt wird
Alkaska Dance
Nordafrikas ältester Tanz im Stil der Imazighen
Dammet Gasha
Eine Reverenz an die Musik der Beduinen, in der ein Vorsänger eine einfache Melodie singt und verschiedene Gruppen darauf antworten
Infatuation (Loving Benghazi)
Inspiriert von der libyschen Stadt Bengasi verschmelzen arabische mit lokalen Atbi-Rhythmen
Libyan Panorama
Verschiedene Maqamat aus unterschiedlichen Regionen Libyens im Raqqas-Rhythmus
Nights of Cyrenaica
Eine Hommage an traditionelle beduinische Musikformen wie Tobilah und Majruda
Barefoot (Dancing on Blazing Coal)
Libysche Serenade, die östliche Musik und Blues verbindet
Alhambra
Eine Reise zu den Wurzeln des Flamenco, Paco de Lucía gewidmet
Pause
Memory
In Erinnerung an den verstorbenen Freund und Künstler Tamer Alwani
Asmariya
Hommage an die spirituelle und musikalische Tradition des Sufismus
Nawa
Melodie im Maqam Nawa, der besonders in Tripolis beliebt ist
Warda (Libyan Lullabies)
„Warda“ bedeutet, sich in der Wüste einem Brunnen zu nähern. Der Rhythmus imitiert das Geräusch leerer Fässer, die auf Kamelrücken aneinanderschlagen.
Generalife (A Garden in Andalusia)
Der Generalife ist ein Palastgarten der Nasriden in Granada. Auch in Libyen gibt es so einen „Paradiesgarten“ (arab. gannat al-arif). Der Rhythmus des Stücks ähnelt der spanischen Bulería und evoziert die Kultur Andalusiens.
Ojla, the Oasis of the South
Inspiriert vom Ojla-Rhythmus, im Stil der südlichen Imazighen
Taghriba (A Journey of Exile)
Das Gefühl von Heimweh, obwohl man zuhause ist
Falah (Ahmed Fakroun)
Bearbeitung von Ahmed Fakrouns berühmtem Lied, im Stil eines afrikanischen Reggae
Alam wa Amal (Pain and Hope)
Ein Neuanfang für die Stadt Darna, die 2023 von einer Flutkatastrophe getroffen wurde.
Es ist schwer, Schmerz zu vertonen; deswegen steht hier die Hoffnung auf einen Aufbruch in die Zukunft im Mittelpunkt.
Alle Kompositionen von Hisham Errish
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Baya, Ohne Titel (Instruments de musique) (Ausschnitt, 1974)
© Baya Estate, mit freundlicher Genehmigung von Baya Estate und Mennour, Paris
Über Grenzen hinweg
Wer von der „afrikanisch-arabischen Welt“ spricht, meint damit kein durch politische Grenzen oder moderne Landkarten definiertes Gebiet. Vielmehr beschreibt dieser Ausdruck eine weitläufige Musik- und Kulturlandschaft, die über Jahrtausende hinweg gewachsen ist. Lange bevor Heere Wüsten durchquerten und Händler über die Meere segelten, hatten Klänge diese Reise bereits unternommen. Musik bedarf keiner Übersetzung und kennt keine Grenzen. Der musikalische Dialog zwischen Afrika und der arabischen Welt zählt daher zu den tiefgreifendsten und dauerhaftesten der Geschichte.
Essay von Naseer Shamma
Über Grenzen hinweg
Afrikanisch-arabischer Dialog bei den Arabic Music Days
Naseer Shamma
Wer von der „afrikanisch-arabischen Welt“ spricht, meint damit kein durch politische Grenzen oder moderne Landkarten definiertes Gebiet. Vielmehr beschreibt dieser Ausdruck eine weitläufige Musik- und Kulturlandschaft, die über Jahrtausende hinweg gewachsen ist. Lange bevor Heere Wüsten durchquerten und Händler über die Meere segelten, hatten Klänge diese Reise bereits unternommen. Bevor Länder begannen, Verträge miteinander zu schließen, hatten sich Rhythmen schon unter den verschiedenen Bevölkerungsgruppen verbreitet und dabei Erinnerungen, Bräuche, Feste und gemeinsame menschliche Erfahrungen weitergetragen. Musik ist das älteste Zeugnis menschlicher Verbundenheit. Sie bedarf keiner Übersetzung und kennt keine Grenzen. Der musikalische Dialog zwischen Afrika und der arabischen Welt zählt daher zu den tiefgreifendsten und dauerhaftesten der Geschichte. Dabei handelte es sich nie um einseitige Beeinflussung, sondern um einen kontinuierlichen Austausch, der eine gemeinsame musikalische Sprache hervorgebracht hat, die sich bis heute weiterentwickelt.
Auch deshalb hat diese afrikanisch-arabische Welt nie an „kulturelle Reinheit“ geglaubt. Jede große Stadt wurde zu einem Ort der Begegnung, jeder Hafen zu einem Konservatorium und jede Karawane zu einer mobilen Musikschule. Häufig lässt sich gar nicht mehr feststellen, wo genau eine bestimmte musikalische Idee entstand oder wo sie endete, denn es liegt im Wesen der Musik, sich nicht durch Grenzen aufhalten zu lassen. Die Mobilität des Menschen spielte bei diesem Austausch eine entscheidende Rolle. Pilgernde, Händler, Reisende, Sufi-Gemeinschaften, Gelehrte und Musiker:innen wurden zu kulturellen Botschaftern. Lieder breiteten sich oft schneller aus als Sprache, denn Melodien können auch dann im Gedächtnis bleiben, wenn ihre Texte von Region zu Region anders lauten.
Anders als eine politische Landkarte würde eine musikalische Karte ein riesiges Netz von Wegen sichtbar machen, das sich vom Roten Meer bis ins Niltal, quer durch die Sahara, die Sahelzone und Ostafrika bis hin zur Atlantikküste erstreckt. Über diese Wege verbreiteten sich nicht nur Instrumente, sondern auch Tonsysteme, rhythmische Konzepte, Gesangstraditionen und vollkommen unterschiedliche Arten des Zuhörens. Die arabische Maqam-Tradition entwickelte sich zu einem der komplexesten Tonsysteme der Welt, während viele afrikanische Regionen ihre jeweils eigene unverwechselbare musikalische Sprache pflegten, darunter die verschiedensten pentatonischen Tonleitern. Wo auch immer diese musikalischen Welten aufeinandertrafen, verdrängte keine die andere. Sie begannen stattdessen einen Dialog, aus dem neue Ausdrucksformen hervorgingen, deren Einflüsse bis heute im Sudan, in Äthiopien, Eritrea, Somalia, Ägypten, Marokko, Algerien, Tunesien, Mauretanien und in weiten Teilen des afrikanischen Kontinents zu hören sind.
Im Rhythmus zeigt sich dieser Dialog vielleicht noch deutlicher als in jedem anderen musikalischen Element. Die Musik vieler afrikanischer Traditionen basiert nicht auf einem einzigen, sondern auf mehreren sich überlagernden Rhythmen, die miteinander interagieren und auf diese Weise statt eines einfachen Pulses eine kontinuierliche Bewegung erzeugen. Das Zusammentreffen dieser rhythmischen Strukturen mit dem rhythmischen Vokabular der arabischen Musik erweiterte die Ausdrucksmöglichkeiten beider Traditionen, während die jeweilige Identität gewahrt blieb.
In einer Beschreibung dieser gemeinsamen musikalischen Welt dürfen auch die Musikinstrumente nicht fehlen. Die Oud, heute eines der Sinnbilder arabischer Musik schlechthin, blieb nicht auf ihre ursprüngliche kulturelle Umgebung beschränkt. Im Laufe der Geschichte trat sie mit zahlreichen afrikanischen Instrumenten in Dialog, während afrikanische Instrumentaltraditionen die Klangerzeugung, Artikulation, Ornamentik und Klangfarbe in der arabischen Aufführungspraxis beeinflussten. Genauso verbreiteten sich Trommeln, Rahmentrommeln, Saiten- und Blasinstrumente über Handelswege, durch Migration und kulturellen Austausch, bis sie Teil eines kollektiven musikalischen Gedächtnisses wurden. Den tiefgreifendsten Einfluss übten jedoch nicht die Instrumente selbst aus, sondern die Art und Weise, wie sie gespielt werden. Wenn sich Musiker:innen ein Instrument aus einer anderen Kultur zu eigen machen, übernehmen sie nicht einfach nur eine bestimmte Konstruktion aus Holz und Saiten, sondern eine ganze Philosophie des Klangs, der Stille, des Tempos, der Improvisation und der Beziehung zwischen Musizierenden und Publikum.
Die zentrale Rolle von Improvisation ist eine der auffälligsten Gemeinsamkeiten zwischen arabischer und afrikanischer Musiktradition. Improvisation bedeutet keine Abkehr von musikalischer Ordnung; sie ist vielmehr der höchste Ausdruck des Verständnisses dieser Ordnung. Durch sie können Musiker:innen im gegenwärtigen Augenblick Musik neu erschaffen und dabei gleichzeitig tief in der Tradition verwurzelt bleiben. Insofern wurde Improvisation zu einem der stärksten Bindeglieder zwischen den Musizierenden in dieser weitläufigen geografischen und kulturellen Landschaft. Eine ebenso wichtige Rolle spielt in vielen arabischen und afrikanischen Gesellschaften das gemeinsame Singen. Es ist mehr als eine künstlerische Darbietung, es ist ein sozialer Akt, der die Gemeinschaft stärkt und Musik zu einer gemeinsamen menschlichen Erfahrung macht statt zum Werk des Einzelnen. Das ist auch eine Erklärung dafür, dass Musik nach wie vor im Alltag eine große Rolle spielt: Sie begleitet die Arbeit, die Ernte, Feste, Gottesdienste, Geburten, Trauerfeiern und jedes andere einschneidende Ereignis im Leben von Menschen.
Blickt man auf die heutige musikalische Landschaft, so entstehen viele der innovativsten künstlerischen Projekte aus diesem gemeinsamen Erbe. Eine neue Generation von Komponistinnen und Musikern betrachtet Identität immer weniger als Grenze, sondern als Ausgangspunkt für Dialog. Genau darin liegt die Bedeutung afrikanisch-arabischer Verbindungen. Sie stehen nicht nur für eine Geschichte, die es zu feiern gilt, sondern auch für eine Zukunft, die darauf wartet, gestaltet zu werden. Unsere Verantwortung heute umfasst mehr als die Bewahrung der Tradition. Wir müssen sie weiter erforschen, dokumentieren, neu interpretieren und als lebendige menschliche Erfahrung an nachfolgende Generationen weitergeben. Jeder Maqam enthält eine Geschichte, jeder Rhythmus bewahrt eine Erinnerung, und jedes Instrument steht für Jahrhunderte des kulturellen Austauschs.
Ein Festival wie die diesjährigen Arabic Music Days, das Musiker:innen aus Afrika und der arabischen Welt zusammenbringt, bietet ein lebendiges Experimentierfeld für diesen Dialog. Ich wünsche mir, dass es nicht nur aus einer Reihe von Konzerten besteht, sondern den Künstler:innen die Möglichkeit eröffnet, ihr gemeinsames musikalisches Erbe wiederzuentdecken und einer Geschichte, die vor Jahrhunderten begann und bis heute andauert, neue Kapitel hinzuzufügen. Die afrikanisch-arabische Welt ist also mehr als ein geografischer Begriff. Sie ist eine sich ständig weiterentwickelnde Klangkultur, in der der arabische Maqam auf Pentatonik trifft, komplexe afrikanische Rhythmen mit arabischer musikalischer Phrasierung in Beziehung treten, Erinnerung und Innovation einander begegnen und die Tradition zu einer Quelle kreativer Erneuerung wird.
In einer Zeit, in der die Welt mehr denn je gespalten zu sein scheint, erinnert Musik immer noch aufs Eindrücklichste an das, was die Menschheit verbindet. Musik fragt nie nach dem Pass. Sie interessiert sich nicht für Grenzen. Sie geht vom Menschen aus und führt immer wieder zu ihm zurück. Das ist vielleicht der Grund dafür, warum wir, wann immer wir der Musik aus Afrika und der arabischen Welt wirklich zuhören, erkennen, dass es sich nicht um zwei benachbarte Kulturen handelt, sondern um eine fortlaufende menschheitliche Geschichte, die von vielen Stimmen erzählt wird und deren nächstes Kapitel erst noch zu schreiben ist.
Übersetzung aus dem Englischen: Sylvia Zirden
Naseer Shamma, geboren im irakischen Kut, zählt zu den profiliertesten Oud-Virtuosen und -Lehrern weltweit. Er schloss seine musikalische Ausbildung 1987 an der Musikakademie in Bagdad bei dem irakischen Großmeister Munir Bashir ab und promovierte später in Musikphilosophie. Von 1993 bis 1998 unterrichtete er an der Musikhochschule in Tunis. Im Anschluss gründete er in Kairo das Arab Oud House, eine Schule, die ganz seinem Instrument gewidmet ist und der seither weitere Standorte in Abu Dhabi, Riad, Bagdad und Mossul folgten. Er hat weltweit Konzerte mit Musiker:innen unterschiedlichster Herkunft gegeben und kombiniert in vielen seiner Projekte Traditionen und Instrumente der klassischen arabischen mit denen westlicher Musik. Er erhielt mehr als 70 irakische und internationale Ehrungen und Preise; für sein humanitäres Engagement wurde er 2012 mit dem Gusi Peace Prize ausgezeichnet und 2017 zum UNESCO Artist for Peace ernannt. Dem Pierre Boulez Saal ist er seit dessen Eröffnung als Kurator der Arabic Music Days eng verbunden.
A Note from the Ensemble
Libyan music is rich and diverse, shaped by multiple civilizations, cultures, and historical experiences across the many regions of Libya, a country spanning more than 1.6 million square kilometers. From the desert to the coast, and from east to west and south, we encounter a remarkable diversity of maqamat, or scales, and rhythms, instruments and performance styles, and even in the ways musical phrases are constructed and melodies are performed.
It is a pleasure for us, the musicians of the ensemble Nuqoosh, to welcome you to the Pierre Boulez Saal for our program Libya Sings.
Libyan music is rich and diverse, shaped by multiple civilizations, cultures, and historical experiences across the many regions of Libya, a country spanning more than 1.6 million square kilometers. From the desert to the coast, and from east to west and south, we encounter a remarkable diversity of maqamat, or scales, and rhythms, instruments and performance styles, and even in the ways musical phrases are constructed and melodies are performed. Libyan traditional instruments, including wind, string, and percussion instruments, have contributed to the formation of a distinctive local musical language, with its own nuances and characteristics. But this music also carries within it the traces of a long history of cultural diversity, with Amazigh, Tuareg, Bedouin, African, and Andalusian influences, alongside other musical traditions of a more spiritual character that have become part of Libya’s musical memory. This is where Libya Sings begins.
The pieces you will hear tonight are not simply performances of traditional music in its original form. They are contemporary musical interpretations inspired by its details and distinctive characteristics. Through these works, we seek to reflect the language of Libyan musical phrasing by listening closely to its maqamat, rhythms, and performance practices, and then reinterpreting these elements through a contemporary musical language that brings the oud, bass guitar, percussion, and keyboard together.
This project is an extension of the approach developed by the Libyan House for Oud Studies, the institution behind these works. Its approach is grounded in research, study, and analysis, transforming insights drawn from this music into new works inspired by it, while incorporating contemporary techniques of composition, performance, and music production. At the same time, it remains committed to respecting the authenticity and distinctive character of the traditional source material.
The name Nuqoosh, meaning “engravings” or “imprints,” was chosen for the ensemble because these melodies and rhythms can be seen as traces engraved by places, people, and memory across Libya. Each of these imprints carries its own story, its own musical dialect, and its own rhythm.
Tonight, we will take you on a journey through a number of musical landscapes: from the music of the Tuareg, the Amazigh, and the desert, to the Bedouin traditions of Cyrenaica; from the rhythms of Benghazi, Tripoli, and southern Libya to Sufi musical traditions; and onward to the Andalusian and wider North African dimensions of Libya’s musical heritage. Libyan heritage will be presented not as something that belongs only to the past, but as a living language, one that can be listened to, learned from, and used as a foundation upon which new music can be created.
Thank you for joining Nuqoosh for our first encounter with an audience here in Berlin. May this music take you on a journey through some of Libya’s diversity, memory, and voices.
—Hisham Errish
Die Künstler

Hisham Errish
Oud und Komposition
Der libysche Oud-Spieler Hisham Errish wurde 1980 geboren. Sein musikalischer Stil ist von nordafrikanischen, arabischen und aus dem Gebiet der Sahara stammenden Traditionen geprägt und verbindet die unterschiedlichsten kulturellen Einflüsse Libyens mit dem Ziel, neue Spieltechniken für sein Instrument zu entwickeln und dessen Ausdrucksspektrum zu erweitern. Er ist Absolvent des von Naseer Shamma gegründeten Arab Oud House und Gründungsmitglied des Libyan House for Oud Research. Hier wirkt er als Lehrer und Mentor in der Ausbildung zahlreicher Musiker:innen und widmet sich gleichzeitig der Förderung und Verbreitung des musikalischen Erbes Libyens auf nationaler und internationaler Bühne.
September 2026

Majed Al-Dahmani
Bass
Geboren 1968 in Tripolis, erwarb Majed Al-Dahmani einen Diplomabschluss im Fach Musik am Jamal Al-Din Al-Miladi Institute seiner Heimatstadt sowie einen Bachelor an der Faculty of Arts and Design der Universität Tripolis. Er ist Komponist und Arrangeur und spielt als Multiinstrumentalist sowohl Gitarre, Bass und Oud als auch Violine und Viola. Viermal nahm er am Libyan Song Festival teil, wo er 2002 den Preis der Jury für die beste Komposition erhielt, außerdem war er zweimal im Rahmen des Arab Song Festival in Kairo zu hören. Er hat Musik für eine Reihe von Theaterinszenierungen, Fernsehproduktionen wie Zahret Al-Yasmeen und Misk Al-Layl sowie für Radiowerke komponiert. Seit 1989 unterrichtet er am Jamal Al-Din Al-Miladi Institute.
September 2026

Shokri Jomaa Khalifa Khazam
Klavier und Keyboard
Der aus Libyen stammende Shokri Jomaa Khalifa Khazam promovierte im Fach Musik und ist Dozent am Musikinstitut der Faculty of Arts and Design an der Universität Tripolis, wo er außerdem als Koordinator für den Studiengang und die Abschlussprüfungen zuständig ist. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Rhythmik libyscher Volksmusik, Schlaginstrumente sowie die Musiktradition seines Heimatlandes; er veröffentlichte u.a. Studien zur Rhythmik libyscher Malouf- und Tripolis-Gesänge. Neben seiner akademischen Laufbahn arbeitete er für die Liedkommision des libyschen Kulturministeriums und ist als Pianist und Arrangeur für das Libyan National Radio Ensemble tätig. Darüber hinaus war er bei zahlreichen Konzerten und Festivals in Libyen und im Ausland zu hören.
September 2025

Mohamed Al-Ghazal
Schlagzeug
Der libysche Schlagzeuger Mohamed Al-Ghazal ist seit mehr als 35 Jahren gleichermaßen auf der Bühne und als Studiomusiker tätig. Als Mitglied des Libyan National Radio Ensemble, dem er seit 1990 angehört, war er an zahlreichen Musik-, Radio- und Fernsehproduktionen beteiligt. Er beschäftigt sich vor allem mit Fragen der Rhythmik sowie der Entwicklung traditioneller und zeitgenössischer rhythmischer Strukturen libyscher und arabischer Herkunft. Seine Laufbahn führte ihn zu Konzerten und Festivals in ganz Libyen und viele andere Länder, wo er mit verschiedenen Ensembles und Künstler:innen sowohl bei Liveauftritten als auch im Aufnahmestudio zusammenarbeitete. Er legte seine Diplomprüfung als Musiker ab und erwarb außerdem einen Bachelorabschluss im Fach Arts and Media.
September 2026