Moslem Rahal Ney und musikalische Leitung
Yurdal Tokcan Oud
Hakan Güngör Kanun
Hussain Atfah Gesang
Youssef Hbeisch Schlaginstrumente
Programm
Sama’i Nahawand
Lamuny
Longa Riad
Aalawf
Mahboub Qalbak
Koniali
Kavoki
Beyad Dari
Doush Doush
Seeboni
Tale’a
Sama’i Nahawand
Ein langsames Stück, das die Nerven beruhigt und das Konzert mit Eleganz und Tiefgang eruöffnet. Komponiert von dem irakischen Musiker Rouhi Al-Khamash.
Lamuny
“Sie kritisierten mich und fragten: Was siehst Du in ihr? Ich antwortete: Wie wolltihr das verstehen? Ihr müsst sie mit meinen Augen sehen, nicht mit euren.“ Ein bekanntes Stück aus der arabischen Tradition.
Longa Riad
Ein lebhaftes und rhythmisches Stück des ägyptischen Komponisten Riad Al-Sonbaty mit energiegeladenen Melodien und komplexen Übergängen
Aalawf
Ein inniges Stück über Nostalgie und kulturelle Identität, inspiriert von palästinensischer Tradition.
Mahboub Qalbak
Ein Liebeslied voller Emotion, verwurzelt in der drusischen Tradition des Dschabal ad-Duruz.
Koniali
Ein traditioneller Tanz aus Griechenland, der Türkei und Asia minor. Die Ausführenden verwenden dazu hölzerne Löffel, zwei in jeder Hand, woher der alternative Titel „Löffeltanz“ stammt.
Kavoki
Ein kurdisches Volkslied, voller Energie und Bewegung, das kulturelle Lebendigkeit zelebriert.
Beyad Dari
Ein klassisches persisches Lied, das traditionellen Text mit melodischem Reichtum verbindet und zeitlose Schönheit beschwört.
Doush Doush
Ein klassisches Stück im Maqam Afshari, das entweder einem unbekannten Komponisten oder dem berühmten persischen Dichter und Musiker Ali Akbar Sheyda zugeschrieben wird.
Seeboni
Ein romantisches und sehr berührendes Lied des ägyptischen Komponisten Sayed Darwish, das Liebe und Sehnsucht handet.
Tale’a
Ein Liebeslied aus der irakischen Tradition, das tiefe Emotionen von Leidenschaft und Verlangen ausdrückt.
Der takht: Anmerkungen zum Programm
Der takht ist ein traditionelles Ensemble der arabischen Musik und von großer historischer und kultureller Bedeutung. Das Wort takht bedeutet im Arabischen soviel wie „Bett“ oder „Ruhestätte“; in der Musik repräsentiert es eine Plattform für Kreativität, Entspannung und das Zusammenwirken erfahrener Musiker:innen. Traditionell besteht ein takht-Ensemble aus Instrumenten wie Ney, Oud, Kanun, Kamantsche und Riq.
Trotz aller Herausforderungen des 21. Jahrhunderts erfreut sich der takht ungebrochener Beliebtheit und bietet ein Repertoire, das von meditativen und mystischen Stücken bis zu lebhaften und freudigen Melodien reicht. Er repräsentiert eine zeitlose Form musikalischen Ausdrucks, die eine breite Palette von Emotionen vermittelt und sich an verschiedenste musikalische Konstellationen anzupassen vermag. Mehr als nur ein musikalisches Ensemble, ist der takht ein kulturelles Phänomen, das Jahrhunderte künstlerischen Schaffens und transkultureller Einflüsse widerspiegelt. Dieses Programm möchte der Tradition und dem Vermächtnis des takht seine Reverenz erweisen und ihm gleichzeitig neues Leben einhauchen, um ihn als universelle Kunstform einem heutigen Publikum vorzustellen.
Der Künstler

Moslem Rahal
Ney und musikalische Leitung
Moslem Rahal absolvierte sein Studium am Konservatorium von Damaskus und spezialisierte sich auf die ursprünglich aus Zentralasien stammende Flöte Ney. Heute ist er Professor für Ney an den Konservatorien von Damaskus und Homs. Er war Solist des Nationalen Ensembles für Arabische Musik und des Nationalen Syrischen Symphonieorchesters und gab zahlreiche Konzerte unter der Leitung von Solhi al-Wadi und Misak Bagboderian. Als Gründer und künstlerischer Leiter der Shams Ensemble Group war er u.a. beim Jerash Festival in Jordanien zu Gast und arbeitete intensiv an der Weiterentwicklung seines Instruments, über das er auch wissenschaftliche Artikel verfasste. Gemeinsam mit Waed Bouhassoun ist er künstlerischer Leiter von Jordi Savalls Projekt Orpheus 21. Moslem Rahal arbeitet außerdem als Instrumentenbauer für Ney und Kaval, ein weiteres Flöteninstrument, das in Musik aus dem Balkan, der Türkei, Armenien und Ägypten zum Einsatz kommt.